plasma pen

Plasma Pens sind der Trend und wir werden immer öfter gefragt, ob wir Behandlungen mit dem Plasma Pen anbieten.

Also haben wir beschlossen diesem Trend mal auf dem Grund zu gehen.

Der Plasma Pen ist ein der minimal-invasive Behandlung bei der aus ionisierten Partikeln (Atome, Moleküle und Elektronen) aus der umgebenen Atmosphäre ein sogenannter Plasma-Blitz erzeugt wird, womit überschüssiges Gewebe abgetragen wird.

Es werden überwiegend faltige Ober- und Unterlider, Läsionen und Hautanhangsgebilde mit dem Plasma Pen behandelt, aber wir haben auch schon von Korrekturen an Tattoos damit gehört.

 Wer darf eigentlich einen Plasma Pen anwenden? Kosmetiker? Heilpraktiker oder doch nur Ärzte?

Da wir uns da selbst nicht so sicher waren, haben wir dem ganzen Mal auf den Zahn geführt und uns ein bisschen in das Thema eingelesen und interessante Dinge festgestellt.

Die Behandlung mit dem Plasma Pen erzeugt winzige Verletzungen an der Hautoberfläche. Die Haut zieht sich an den behandelten Stellen zusammen (“shrinking effect”). Nach der Heilungsphase wirkt die Haut sichtbar straffer. Die tiefer liegenden Gewebeschichten sollen nicht berührt werden und es kann narbenfrei abheilen. Klingt ja alles sehr verlockend, aber wie verhält es sich tatsächlich mit dem Plasma Pen?

Als erstes gibt es keinerlei Gesetzesvorgaben zu einem Plasma Pen. Die Frage also, ob es sich um eine erlaubsnispflichtige Tätigkeit oder „nur“ um eine kosmetische Behandlung handelt, ist nicht einfach zu beantworten.

Speziell für Plasmaanwendungen gibt es bisher keine gerichtlichen Entscheidungen. Allerdings haben einzelne Ordnungsbehörden Untersagungsverfügungen an Kosmetikinstitute versandt, die solche Behandlungen anbieten.

 

Ist jetzt also ärztliches Fachwissen nötig oder nicht?

Indikationen für eine Plasmabehandlung sind u.a. Akne, Läsionen, Hyperpigmentierung, Warzen und Keratosen, sowie Narben. Solche Erscheinungen der Haut entstehen aber nicht immer nur aus Lust und Laune, im Einzelfall können dahinter auch ernsthafte Erkrankungen stecken.

Der Behandler ist daher dazu aufgefordert simple Läsionen (Altersflecken oder Hyperpigmentierungen) von krankhaften Veränderungen wie Melanomen oder Neavi abzugrenzen.

So eine Abgrenzung erfordert dermatologisches Fachwissen. Würde jemand also einen schwarzen Hautkrebs oder ein Melanom mittels eines Plasma Pen verdampfen, könnte eine lebensgefährliche Krankheit viel zu spät erkannt werden. Unabhängig davon dürfen Kosmetiker Pigmentflecke nicht mehr behandeln, da diese unter Ärztevorbehalt stehen.

 

Zu den diagnostischen Kenntnissen sind auch Kenntnisse erforderlich, welche gesundheitliche Schäden vermeiden oder zumindest das Risiko minimieren. Bei einer Ober- und Unterliedstraffung, die mit am häufigsten durch den Plasma Pen angeboten wird, bestehen erhebliche Gefahren für den Kunden.

 

Es kann bei einer Fehleinschätzung der Behandlungsintensität zu einem Ein- oder Ausstülpen des Lidrandes kommen – dies kann zu ernsthaften Beschwerden des Kunden führen.

Im Falle eins Einstülpens des Lidrands inkl. der Wimpern hat der Kunde ein dauerhaftes Fremdkörpergefühl im Auge, welches zu Reizungen und Entzündungen führt. Im Falle eins Ausstülpens des Lidrands, kann das Auge nicht mehr richtig geschlossen werden, was zu Austrocknung führt. In beiden Fällen kann meist nur noch eine operative Korrektur helfen.

 

Des Weiteren können auch heftige Nebenwirkungen die Folge einer Behandlung sein. Dazu gehören heftige Schwellungen, Rötungen, Pigementverschiebungen, Entzündungen und Narbenbildungen.

plasma pen

 Doch wie komme ich daran, dass ich einen solchen Plasma Pen in meinem Kosmetikinstitut anbieten kann?

Zum einen kann man diesen leicht käuflich erwerben und innerhalb eines Tages durch ein Seminar ein Zertifikat erwerben.

Meist wird man nach Beendigung der Tages-Ausbildung auf potenzielle Kunden „losgelassen“, ohne möglicherweise jemals an einem Menschen gearbeitet zu haben.

 

Überall wird damit geworben, dass der Plasma Pen keinerlei Verletzungen bewirkt und es narbenfrei abheilt, da die tieferliegenden Gewebeschichten nicht verletzt werden – doch woher weiß ich was tieferliegendes Gewebe ist und vor allem wann dieses beginnt?

 

Unser Fazit: auch wenn es einiger sehr talentierte, kompetente und genaue KosmetikerInnen gibt, die das Plasma Pen einwandfrei anwenden, finden wir, dass die Plasmatechnologie ärztliches und diagnostisches Fachwissen erfordert. Die Gefahr gesundheitlicher Schäden und die Unberechenbarkeit der Nebenwirkungen sind sehr allgegenwertig.

Hinzu kommt, dass bei einer optimalen Behandlung nur sehr oberflächlich behandelt wird und nur die Epidermis betroffen ist. Diese bildet sich bekanntlich alle circa 4 Wochen neu und daher ist auch das Beste Resultat nur von kurzer Dauer.

 

Da younea das Ziel hat Ihnen zu helfen sich in Ihrer Haut wohl zu fühlen und wir bewusst nichts tun würden, was dies in Gefahr bringt, haben wir von younea uns gegen ein Plasma Pen entschieden.

Hinzu kommt, dass unsere Behandlungen dauerhafte Erfolge zeigen und wir Ihrer Haut helfen, sich dauerhaft selbst zu helfen. Und manche Zeichen der Hautalterung oder Gendispositionen, kann eben nur der Chirurg mit Skalpell beheben und das erkennen wir auch an ?

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